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Gruppenfoto
vom Juli 1939 |
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Die Gründung der Feuerwehr Waidbruck geht auf
das ferne Jahr 1902 zurück. Sie erfolgte aus der Notwendigkeit, in Waidbruck
selbst eine eigene Feuerwehr zu haben, nachdem einige Waidbrucker Männer
bereits bei der 1898 gegründeten Feuerwehr in Kollmann mitwirkten.
In den Jahren nach der Gründung konnte die Feuerwehr Waidbruck auf eine rege
und fortschrittliche Entwicklung zurückblicken. Bald schon wurde das erste
Gerätehaus erbaut. 1912 erfolgte der Ankauf einer Anhängeleiter mit einer
Steighöhe von insgesamt 15 Meter; eine für die damalige Zeit sicherlich
fortschrittliche Anschaffung.
Leider gibt es über die Zeit nach der Gründung nur mehr wenige Unterlagen.
Durch Kriegseinwirken wurden Schriftmaterial, Geräte,
Ausrüstungs-gegenstände und auch die Feuerwehrhalle teilweise zerstört. Ein
Wiederaufbau der Feuerwehr nach dem Kriege war deshalb nicht einfach.
Trotzdem trafen sich am 18. Jänner 1946 im Gasthof Post am Bahnhof einige
verantwortungsbewusste Männer und beschlossen dabei die Wiedergründung der
Feuerwehr Waidbruck.
Bereits im Februar 1946 erhielt die Feuerwehr Waidbruck vom Provinzialen
Feuerwehrkommando in Bozen eine gebrauchte, tragbare Zwei-Takt-Motorpumpe
der Marke „Breuer“ samt Fahrgestell, sowie einige Armaturen und
Schlauchmaterial kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Pumpe wurde mit einem
Pferdegespann zu Übungen und Einsätzen transportiert.
1954 wurde dann die erste große Motorpumpe der Marke „Bergomi“ mit Anhänger
angekauft.
Am Florianisonntag, den 7. Mai 1961 wurde die erste Vereinsfahne gesegnet.
Im selben Jahr konnte auch eine weitere große und wichtige Anschaffung
getätigt werden: der Ankauf des ersten Feuerwehrfahrzeuges, ein
VW-Mannschaftswagen. Es folgte der Ankauf weiterer Geräte für die
Brandbekämpfung; darunter auch eine Gugg-Tragkraftspritze, welche im Jahre
1968 in den Dienst gestellt wurde.
1974 erfolgte der Ankauf eines Geländefahrzeuges vom Typ Land Rover, um auch
im unwegsamen Gelände möglichst schnelle Hilfe leisten zu können. Die kleine
Feuerwehrhalle konnte schon lange nicht mehr alle Geräte aufnehmen. Dessen
bewusst, beschloss die Gemeindeverwaltung eine neue Halle, den damaligen
Anforderungen entsprechend, zu bauen. Diese wurde im Jahre 1971
fertiggestellt, jedoch erst im Jahre 1975, eingeweiht. Bei dieser
Gelegenheit wurde außer der neuen Feuerwehrhalle auch das Geländefahrzeug
Land Rover sowie der VW-Mannschaftswagen des Bezirksfeuerwehr-verbandes
Bozen gesegnet.
Insgesamt zweimal, am 19. Mai 1963 und am 1. Juni 1975,
wurde in Waidbruck eine Bezirksfeuerwehrtagung abgehalten.
Durch die steigenden Anforderungen an die Feuerwehr, musste auch die
Ausrüstung ständig den neuen Erfordernissen angepasst werden. Im Jahre 1977
wurden das erste Handfunkgerät sowie ein Funkgerät für das Geländefahrzeug
angekauft. 1978 erfolgte der Ankauf von drei Atem-schutzgeräten. Im Jahre
1979 wurde eine Maigrus-Tragkraftspritze samt Anhänger in den Dienst
gestellt.
Einen großen technischen Fortschritt erlangte die Feuerwehr Waidbruck durch
den Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges. Bei regelmäßigen Übungen und
Lehrgangsbesuchen an der Landesfeuerwehr-schule holten sich die Wehrmänner
das nötige Fachwissen im Umgang mit den neuen Einsatz-fahrzeugen und
Geräten.
Bereits im Jahre 1986 begann die Feuerwehr Waidbruck mit der Einführung der
stillen Alarmierung durch Personenrufgeräte.
Aufgrund der verkehrstechnisch zentralen Lage und der ständig zunehmenden
Gefahren im Straßenverkehr, erfolgte im Jahre 1987 der Ankauf eines
Rüstfahrzeuges vom Typ „Unimog“.
1990 konnte zusammen mit einer neuen Vereinsfahne auch ein neues
Kleinrüstfahrzeug gesegnet werden.
Im Jahre 1994 wurden alle Wehrmänner mit einer neuen Einsatzkleidung aus
Nomex III ausgerüstet.
1995 erfolgte der Ankauf eines Rüstfahrzeuges mit Seilwinde und Kran,
welches den vorherigen Rüstwagen Unimog ersetzte.
Im selben Jahr erwarb die Feuerwehr Waidbruck vom Rettungsdienst Weißes
Kreuz einen gebrauchten VW-Transporter. Dieser wurde dann in Eigenarbeit zu
einem Mannschafts- und Kommandofahrzeug umgebaut.
1996 folgte der Ankauf eines neuen Anhängers und am Florianisonntag des
Jahres 1999 wurde ein Transportfahrzeug mit Pritsche und Ladekran in den
Dienst gestellt.
Wieder konnte die damalige Feuerwehrhalle nicht mehr alle Geräte und
Ausrüstungsgegenstände aufnehmen und darum mussten diese teilweise bei
Privatpersonen untergebracht werden.
Demzufolge beschloss die Gemeindeverwaltung das alte Gerätehaus abzubrechen
und an gleicher Stelle ein neues Gebäude zu errichten. Durch diesen Schritt
wurde ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Waidbruck
gesetzt.
Das neue Gerätehaus ist geräumig, modern eingerichtet und entspricht somit
den heutigen Bedürfnissen der Feuerwehr. Es wurde nach zweijähriger Bauzeit
im Oktober 2000 seiner Bestimmung übergeben.
Früher wie heute sind Mannschaft, Fuhrpark und Gerätehaus ein Garant für die
Sicherheit der Bevölkerung. Wie vor 100 Jahren gilt es auch heute, Hab und
Gut unserer Gemeinschaft zu schützen. Das Bild der Feuerwehr hat sich in den
vergangenen Jahrzehnten jedoch grundlegend geändert: Wasserkübel gehören der
Vergangenheit an. Die Feuerwehr von heute verfügt über moderne Geräte und
Ausrüstungsgegenstände.
Damals wie heute ist die Arbeit der Feuerwehr in ihrem Grundsatz jedoch
gleichgeblieben: sie ist unersetzlich und von elementarer Bedeutung für
jeden von uns.
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